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Khanom - unentdecktes Juwel

  • Autorenbild: Jay
    Jay
  • 5. Jan.
  • 3 Min. Lesezeit

Es war überraschend, nachdem wir so viele Insel bereisen durften, viel erlebt haben und neues entdecken durften, hatten ich hier zum ersten Mal das Gefühl ein neues zu Hause gefunden zu haben. Das Meer war nur 2km entfernt. Um uns war viel Grün, Palmen und sogar ein Wasserfall. Das Leben lebt man hier gemütlich langsamer. In nur 10min mit dem Roller hatten wir alles um uns was wir brauchten. Kein Tourismus, daher auch oftmals Verständigungsschwierigkeiten die wir mit Händen und Füßen ausglichen. Aber so liebten wir es.


Was für ein überraschendes Juwel, den wir hier entdeckt haben!



Wir hatten eine kleine Wohnung für uns. Unsere Vermieter wohnten im Häuschen gegenüber. Es gab zwei Hunde die das Grundstück bewachten. Diango und Fluffy nannten wir sie.


Simon kam uns sogar zwischendurch für ein paar Nächte besuchen. Wir hatten ja den Platz. Bis spätabends saßen wir zusammen, spielten Karten und quatschten.


So könnte ich leben.


Wir entschleunigten komplett. Breiteten unsere Sachen in der Wohnung aus. Nutzten die Gelegenheit alles komplett zu waschen. Hier gibt es Waschsalons mit Waschmaschinen und Trocknern. Sehr simpel zu bedienen und die Vorfreude seine Wäsche gut riechend und warm aus dem Trockner zu holen, ist das warten wert 😁

Dank unserer kleinen Küchenzeile, Kühlschrank und Mikrowelle konnten wir uns besser selbstverpflegen.


Bei so einer Reise lernt man die Kleinigkeiten, Dinge die in einem Leben in Deutschland selbstverständlich sind, ganz neu zu schätzen. Du bekommst einen Blick dafür, was dir wirklich wichtig ist. Was brauchst du wirklich um dich wohl zu fühlen?

Für mich ist das definitiv ein Wasserkocher um meinen Morgen-Kaffee machen zu können 😁



In dieser Zeit gingen mir viele Sachen durch den Kopf. Ich verarbeite viel und ließ es bewusst zu, mich einfach mal treiben zu lassen. Die Seele baumeln zu lassen und im Hier und Jetzt sein.


Weihnachten stand vor der Tür. Wie geht es weiter mit unserer Reise? Gedanken über Gedanken.


Bei dem Chaos im Kopf war ich nicht mal im stande meinen Blog weiterzuschreiben. Und weißt du was, dass ist auch okay ☺️ Es gibt keine Verpflichtung dazu. Ich teile mich euch gerne mit.


Mir wurde klar, dass ich trotz 5 Monate freies reisen, immer noch nicht frei war im Kopf.


Die gefühlte Verpflichtung zu schreiben, der Druck etwas Produktives zu Tun, die Sorgen um die Finanzen, der Konkurrenzgedanke besser zu sein und auch der verkrampfte Wunsch herauszufinden was ich in Zukunft machen will, steckte tief in mir. Es löste teilweise Ängste, Frust und Druck aus. Das wollte ich doch alles hinter mir lassen. Zumindest für ein paar Monate des Reisens.

Aber hier bin ich nun, am anderen Ende der Welt und merke, dass die Konditionierung meines Kopfes mich nicht so einfach raus lässt. Mein ganzes Leben wurde ich geprägt. Wie kann ich auch erwarten, dass ich dem mit einemes Ticket nach Thailand und etwas Geld in der Tasche entfliehen kann?


Ich bin sehr dankbar für diese Erkenntnis. Ich bin dankbar, dass ich auf dem Weg mit dem Roller zu unserem Bäcker des Vertrauens 😉 meinen Blick in die Ferne schweifen lassen kann und Zeit haben mir über all das Gedanken machen zu können.



Da wir mitten durch eine Monsunzeit gereist sind, haben wir die unterschiedlichsten Wetterbedingungen erlebt. Der Strand in Khanom ist wunderschön. Ich beobachtete, wie sich über Tage der Strand permanent veränderte. Mal war das Wasser ganz trüb, die Wellen wild und prallten in einer Kraft im hohen Bogen gegen Steine und Hauswände. Und plötzlich an einem anderen Tag, war der Strand geradezu karibisch. Der Sand fein, viele Muscheln zum sammeln und das Wasser lud einen förmlich ein um darin zu schwimmen. All das an ein und dem selben Strand.




Genau so fühlte ich mich, ich wollte mich zum krabischen Strand zwingen, aber die Wellen in mir wirbelten so viel auf und hatten ein solche Kraft, die es mir unmöglich machte einfach einen Schalter umzulegen.


Also, nehme ich mir nun vor, aufzuhören es zu kontrollieren. Es einfach anzunehmen wie es ist und weiter zu machen. Gespannt zu sein, welche Veränderungen noch auf mich zukommen indem ich einfach im Hier und Jetzt bin.


Danke Khanom für diesen Ort des Rückzugs. Du hast eine atemberaubenden Landschaft! Behalte dir deinen authentischen Thailändischen Flair bei.



Jetzt bin ich bereit und voller Energie weiterzureisen ❤️

 
 
 

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