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6 Monate auf Reisen - Und Jetzt?

  • Autorenbild: Jay
    Jay
  • vor 20 Minuten
  • 3 Min. Lesezeit

Unfassbar wie schnell die Zeit vergeht. Sind das wirklich 6 Monate? Was ist in der Zeit alles passiert und vorallem wie geht es weiter?


Es fühlt sich manchmal an als wären wir erst seit wenigen Wochen unterwegs, doch wenn ich durch die Galerie oder den Blog scrolle und mir all die prägenden Erfahrungen, atemberaubenden Landschaften und Erlebnisse in Erinnerung rufe, realisiere ich: ES SIND TATSÄCHLICH 6 MONATE. Ich kann nicht oft genug betonen, wie dankbar ich für diese außergewöhnliche Zeit bin.



Anfangs bin ich voller Euphorie in die Reiseplanung gestürzt. Der Abschiedsschmerz hat mich somit eiskalt erwischt. Wie kann die Erfüllung eines Lebenstraum so weh tun? Mein Herz war richtig schwer sich auf unbestimmte Zeit zu verabschieden. In den ersten zwei Monaten pendelt sich das anfängliche Chaos ein. Die Reise wird zum Alltag. Und auch der Alltag in Deutschland geht gewohnt seinen Weg. Die Freundschaftspflege hat sich um 180 Grad geändert. Du kannst nicht mal eben auf ein Kaffee vorbei kommen oder dich zum Filmabend treffen. Man merkt deutlich, wer hat wirkliches Interesse und wem ist es wichtig zu wissen wie es dir geht. Um ehrlich zu sein, verliert man auch so einige Bindungen. Das bewegte mich sehr. Du hinterfragst vieles und gleichzeitig dringen so viele neue Erfahrung in dich ein, dass du erkennst, ES IST DAS ALLES WERT! Außerdem finden sich dank der heutigen Technologie genug Möglichkeiten mit deinen Engsten in Kontakt zu bleiben ❤️ Wer will, findet einen Weg ❤️



Nach 4 Monaten beginnt das Entschleunigen. Es braucht seine Zeit den Druck raus zu nehmen. Verrückt oder? Du bist über Jahre in einem Muster und brichst physisch aus, aber dein Kopf rattert noch lange weiter. Erst jetzt erkenne ich das und stelle mich dem mit Freuden entgegen. Es entstehen neue Denkweisen. Du bist mutiger und selbstbewusster. Deine Augen sind öffener und dein Geist bereit Neues anzunehmen. Die Neugier ist groß! Wie könnte ich da jetzt wieder in den Flieger steigen und in Deutschland wohlmöglich in ein neues Muster fallen?

Nein, ich bin noch nicht bereit dazu 😀 Jetzt geht es erst richtig los!





Spannde Fragen dir mir gestellt wurden:


Hast du Heimweh oder was vermisst du an Deutschland?

Heimweh, nein. Aber es fehlt mir der Kaffeeklatsch mit meinen Freunden & Familie + so verrückt es auch klingt, aber eine Küche um sich selbst zu versorgen. Das gibt ein das Gefühl von Selbstständigkeit.





Das brauchst du um dich bei all den Ortswechsel zu Hause zu fühlen?


Ein Kaffee am Morgen ohne das Haus zu verlassen.
Ein Kaffee am Morgen ohne das Haus zu verlassen.
Ein  eigenes Badezimmer um seine Privatsphäre zu haben.
Ein eigenes Badezimmer um seine Privatsphäre zu haben.


Was würdest du beim Packen anders machen?

  • Du bekommst alle Hygieneartikel & Arzneimittel problemlos unterwegs. Ich habe zu viel eingepackt.

  • Der Wunsch sich hier oder da mal ein Kleidungsstück zu kaufen, ist so groß und günstig, dass ich am liebsten noch weniger eingepackt hätte.

  • Da es schneller zu Magenverstimmungen kommen kann, ist es wirklich angenehm eine kleine Wärmflasche dabei zu haben. Die haben wir über Wochen in unterschiedlichen Ländern gesucht, bis wir in Malaysia fündig geworden sind.





Was waren deine 5 besten Shoppingeröberungen?

  • Mobiler Wasserkocher

  • Nachtfahrbrille

  • größerer Backpack

  • Wärmflasche

  • Eisbeutel





Bereust du was oder würdest was anders machen?

  • Direkt einen größeren Backpack (70l) nehmen

  • Langsamer reisen. Zwischen drin brauchst du auch mal wieder 1-2 Wochen um das erlebte zu verarbeiten + sparst du Geld

  • Bei einem längeren Aufenthalt trotzdem nur 2-3 Tage buchen um die Möglichkeit zur Verlängerung oder zum Wechsel zu haben + vor Ort kann man meist bessere Preise verhandeln




Was hat die Reise bisher in dir verändert?

  • Mein Blick auf die Arbeitswelt

  • Entschleunigen

  • Sich Zeit nehmen für sich selbst

  • Kein Alltag mehr - jeden Tag was Neues zu entdecken

  • Am Anfang hatten wir stark die Sehnsucht nach Ruhe, Natur und keine Menschen. Das hat sich gedreht. Manchmal geniesen wir richtig den Trubel

  • Bummeln zur Entspannung und Zeitvertreib. Nach 12 Jahre Einzelhandel war das für mich undenkbar 😉

  • Sich bewusst meinen größten Ängsten stellen und durchbeisen





  • Mehr Gelassenheit egal wo und was immer passiert - man findet einen Weg. Zum Beispiel als mein Handy kaputt gegangen ist.



  • Ich schätze viele Kleinigkeiten mehr, die in Deutschland gang und geben sind z.b. warmes Duschwasser, Elektrizität, Klospülung, eine Decke, Wasserkocher, Taschentücher usw.

  • Und noch vieles mehr das hier den Rahmen sprengen würde und mir vielleicht auch noch nicht bewusst ist 😀


Tiefe Dankbarkeit erfüllt mein Herz. Diese Reise ist was ganz besonderes in meinem Leben. Ich weiß jeden Tag zu schätzen. Egal welche Herausforderung er bringt, ich bin bereit dafür ❤️

Auf in die nächsten 6 Monate ❤️



 
 
 

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